Rückblick auf das Jahr 2025: Unterstützung bleibt – und entwickelt sich weiter 

Das Jahr 2025 war für uns erneut von intensivem Engagement und einem spürbaren Wandel geprägt. Mit dem fortschreitenden Wiederaufbau im Ahrtal haben sich die Bedarfe verändert – unsere Unterstützung bleibt jedoch weiterhin notwendig und richtet sich differenziert an den konkreten Herausforderungen vor Ort aus. 

Mit einem Team von über 100 ehrenamtlich Engagierten konnten im vergangenen Jahr rund 18.000 Arbeitsstunden geleistet und zahlreiche Projekte, Hilfen und Veranstaltungen umgesetzt werden. 

Spenden-Verteilzentrum Ahrtal 

Das Spenden-Verteilzentrum blieb auch 2025 ein zentraler Baustein unserer Stiftungsarbeit. Insgesamt konnten rund 40.000 Sachspenden mit einem Gesamtwert von etwa 350.000 Euro an Betroffene und Initiativen weitergegeben werden. Das ehrenamtliche Team war an fünf Tagen pro Woche im Einsatz und leistete dabei 7.600 Arbeitsstunden.
Über die reine Verteilung hinaus hat sich das Verteilzentrum zunehmend als logistische Drehscheibe etabliert. Es dient heute auch als Umschlagsplatz für Projekte, als Lager- und Vorbereitungsort für Veranstaltungen sowie als unterstützende Infrastruktur für weitere Bereiche der Stiftungsarbeit. 

 Einzelfallhilfe/Team Dori 

Im Rahmen der individuellen Einzelfallhilfe konnten im Jahr 2025 über 50 Familien gezielt unterstützt werden. Neben konkreten handwerklichen Hilfen, die durch das Team Dori in mehr als 2.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden umgesetzt wurden, standen bei einigen Familien längerfristige Begleitungen im Mittelpunkt. 

Diese umfassten unter anderem Unterstützung bei organisatorischen, baulichen und persönlichen Herausforderungen, die den oftmals langwierigen und kräftezehrenden Wiederaufbau begleiten. Unser Ziel war es stets, dort zu helfen, wo bestehende Hilfsstrukturen an ihre Grenzen stoßen. 

Projektmanagement und Projektförderung 

Im Bereich des Projektmanagements unterstützten wir im Jahr 2025 mehr als zehn Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 50.000 Euro. 

Ein besonderer Schwerpunkt lag erneut auf der Zusammenarbeit mit IKEA Koblenz, mit dem bereits das dritte gemeinsame Einrichtungsprojekt realisiert werden konnte. Dabei wurden überwiegend ehrenamtlich getragene Initiativen mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen im Gesamtwert von über 20.000 Euro ausgestattet. 

Zu den geförderten Projekten zählten unter anderem der neu geplante und eingerichtete Raum der Pfadfinder Ringen, das Dorfgemeinschaftshaus Berg mit mehr als 60 neuen Stühlen und modernen Tischen sowie das Ideencafé Oedingen, das durch eine wohnliche Gestaltung neuen Charme erhielt. Die Kolpingsfamilie Dernau wurde mit Geschirr und Möbeln für ihren nach der Flut umfassend renovierten Begegnungsraum unterstützt. Ergänzend konnten Schranklösungen für die Ahrtalschule Altenahr und den Wassersportverein Sinzig realisiert sowie zwei besonders betroffene Familien mit Möbelhilfen unterstützt werden. 

Auch der Veedelstreff Hemmessen profitierte im Rahmen des IKEA-Projekts von neuen Caféhaustischen und Elektrogeräten. Darüber hinaus finanzierten wir aus eigenen Mitteln einen maßgeschneiderten Küchen- und Thekenbereich, der von einem lokalen Schreinerbetrieb umgesetzt wurde, sowie die Anschaffung von 40 Caféhausstühlen. Der Veedelstreff konnte bereits im August eröffnen und steht den Bewohnern des Bad Neuenahrer Ortsteils Hemmessen nun an mehreren Tagen pro Woche als ehrenamtlich getragener Begegnungsort zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Förderkreis Hemmessener Dom e. V. entstand so ein wichtiger Ort für Gemeinschaft in einem Stadtteil, dem infolge der Flutkatastrophe viele Treffpunkte verloren gegangen waren. 

Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit 

Im Jahr 2025 waren wir an der Durchführung von rund 15 Veranstaltungen beteiligt. Dazu zählten eigene Formate wie die gemeinsam mit den Brettspielhelden organisierten Spieletage am Kloster Calvarienberg, die über 1.000 Besucher anzogen, eine Benefizlesung mit Vera Schneevoigt und ein Benefizkabarett mit Gernot Voltz, schon seit Jahren als Ehrenamtler Teil unseres Teams.  

Darüber hinaus waren wir mit Informations- und Begegnungsständen bei zahlreichen externen Veranstaltungen vertreten, darunter der Rheinland-Pfalz-Tag in Neustadt an der Weinstraße, der Lucia-Markt in Rech, das BILA-Sommerfest, der rheinland-pfälzische Ehrenamtstag sowie Aktionen bei IKEA Koblenz. An diesen Orten wurde über unsere Stiftungsarbeit informiert und durch den Verkauf regionaler Produkte Möglichkeiten zur Unterstützung geschaffen. Darüber hinaus war die Stiftung an mehreren besonderen Veranstaltungen beteiligt: Beim Line-Dance-Event in Polch tanzten über 250 Teilnehmer aus ganz Deutschland zugunsten der Stiftung und sammelten eine Spendensumme von mehr als 3.400 Euro. Das Ahrrock-Konzert wurde von der Stiftung finanziell unterstützt, um jungen Musikern eine Bühne zu bieten.  

Zudem unterstützten wir das BnAHR-Cycling-Event organisatorisch und logistisch mit Materialien und ehrenamtlichen Helfern. Im Rahmen der VorTour der Hoffnung konnten dabei rund 22.000 Euro zur Unterstützung krebskranker Kinder gesammelt werden. 

Umwelt und Naturschutz 

Auch der Umwelt- und Naturschutz spielt eine immer wichtigere Rolle in unserer Arbeit direkt vor Ort. So konnte im Rahmen des länder- und regionenübergreifenden RhineCleanUps ein Teilstück des Rheins zwischen Remagen und der Ahrmündung von Müll und Unrat gesäubert werden. Ebenfalls sammelten ehrenamtliche Helfer der Stiftung im Zuge einer weiteren CleanUp-Aktion unter Beachtung der Naturschutz-Vorschriften im Gebiet der Mündung der Ahr in den Rhein dort liegen gebliebenen Müll. Außerdem waren wir Teil der im Frühjahr stattgefundenen RobinGut-Baumpflanzaktion in der Ortgemeinde Ahrbrück.   

Gemeinschaft und Ausblick 

Neben der inhaltlichen Arbeit spielten auch interne Veranstaltungen eine wichtige Rolle. Mit einer gemeinsamen Weihnachtsfeier sowie einer Teamwanderung im Rahmen des Weinherbsts Mittelahr dankten wir unserem engagierten Team für den außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatz. 

Auch unseren Freundeskreis Ahrtal konnten wir im Laufe des Jahres weiter ausbauen und neue Unterstützer für unsere Arbeit gewinnen. Das Sommerfest des Freundeskreises Ahrtal bot dabei einen wichtigen Rahmen für Begegnung und Austausch. So stärkte der Freundeskreis auch im Jahr 2025 unsere Arbeit als lebendige Gemeinschaft engagierter Unterstützer. 

Darüber hinaus war die Stiftung Ahrtal Teil einer Ausstellung im Europäischen Parlament, die nicht nur an die Flutkatastrophe des Jahres 2021 erinnerte, sondern zugleich den Blick nach vorn richtete. Ziel der Ausstellung war es, Impulse für einen stärkeren und effizienteren Katastrophenschutz zu setzen. Neben der Stiftung Ahrtal beteiligten sich zahlreiche Initiativen aus den in Deutschland und Belgien betroffenen Regionen. 

Auch im Jahr 2026 werden wir als Stiftung Ahrtal unsere Arbeit fortsetzen – angepasst an die sich wandelnden Bedarfe, getragen vom Engagement vieler Ehrenamtlicher und mit dem klaren Ziel, nachhaltige Unterstützung im Ahrtal zu leisten. 

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