Auch unser zweiter CleanUp-Einsatz im sensiblen Naturschutzgebiet Ahrmündung und entlang des Rheinufers ist erfolgreich abgeschlossen. Rund 50 freiwillige Helfer waren am Sonntag mit uns im Einsatz und haben gemeinsam rund 10 m³ Müll aus der Natur entfernt.
Das Ahrmündungsgebiet gehört zu den letzten naturnahen Mündungslandschaften eines Rhein-Nebenflusses und bietet bedrohten Tierarten wie Biber und Eisvogel einen geschützten Lebensraum. Für uns war klar: Diese Aktion muss mit größtmöglicher Rücksicht auf die Natur erfolgen.
Um sensible Bereiche gezielt zu schonen, haben wir vor Beginn einen Drohnenflug mit Wärmebildkamera durch eine professionelle Wildtierrettung durchführen lassen. So konnten wir die Aufenthaltsorte von Wildtieren erkennen und die betreffenden Gebiete bewusst meiden.
Trotz der Einschränkungen durch naturschutzrechtliche Vorgaben konnten wir eine erhebliche Menge Müll aus dem Gebiet entfernen. Neben Plastikflaschen, Seilen, Kabeln und Folien haben wir auch größere Gegenstände geborgen – darunter Wasserkästen, Teile eines Plastik-Klettergerüsts, einen Stuhl, einen Brückenpfeiler, einen Öltank und sogar eine Propangasflasche. Viele dieser Funde stammen nach wie vor aus der Flutkatastrophe von 2021.
Unterstützt wurden wir bei der Umsetzung durch den OBI Baumarkt, der Warnwesten bereitstellte, IKEA Koblenz, das stabile Einkaufstaschen zur Verfügung stellte, sowie die Abfallwirtschaft Landkreis Ahrweiler, die uns mit einem Container und der fachgerechten Entsorgung unterstützte. Ein besonderer Dank gilt außerdem der Umweltinitiative K.R.A.K.E. aus Köln, die sich erneut mit einer eigenen Helfergruppe beteiligt hat.
Da wir aufgrund der Schutzauflagen nicht alle Müllfunde beseitigen konnten, planen wir bereits für den Herbst den nächsten CleanUp im Ahrmündungsgebiet.