Burg Are
Historische Höhenburg über Altenahr im Ahrtal
Die Burg Are thront auf etwa 240 m über dem Ahrtal oberhalb von Altenahr. Um 1100 durch Graf Theoderich I. von Are erbaut, erscheint sie erstmals 1121 in Urkunden. Über die Jahrhunderte war sie Machtzentrum, Verwaltungssitz und Gefängnis im Herrschaftsbereich der Grafen von Are und später der Erzbischöfe von Köln.
Eine Burg zwischen Macht und Zerstörung
Nach dem Tod des letzten Grafen von Are fiel die Burg 1246 an das Erzstift Köln. Aus der Wehrburg wurde ein kurkölnischer Amtssitz, mehrfach erweitert und befestigt. In Friedenszeiten diente sie unter anderem als Staatsgefängnis– in Kriegszeiten wurde sie belagert, beschädigt und schließlich 1714 gesprengt, um ihre militärische Nutzung dauerhaft zu verhindern.
Die Reste der Anlage dienten danach als Steinbruch – und dennoch blieben weite Teile der Burg über die Jahrhunderte erhalten.
Engagiert erhalten – gemeinsam bewahrt
Seit den 1990er-Jahren kümmert sich die Ortsgemeinde Altenahr um die Ruine. In mehreren Etappen wurden Teile der Anlage gesichert und zugänglich gemacht. Ehrenamtliche Helfer legten unter anderem den historischen Burgbrunnen wieder frei.
Die Burg ist heute ein beliebtes Ziel für Wanderer, die sich auf dem Rotweinwanderweg oder dem AhrSteig bewegen – und ein Ort, an dem Vergangenheit spürbar wird.
Ein Ausblick mit Geschichte
Wer den Aufstieg zur Burg wagt, wird belohnt: Mit einem weiten Blick über das Ahrtal und der Faszination mittelalterlicher Mauern. Burg Are ist nicht nur eine Ruine, sondern ein Stück Identität – ein Denkmal für Geschichte, Wandel und Zukunft.