Gemeinsam für das Ahrtal im Europaparlament

Bei der Ausstellung „A Catastrophe in the Heart of Europe“ in Brüssel

Vom 14. bis 16. Oktober 2025 waren wir als Stiftung Ahrtal Teil der Ausstellung „A Catastrophe in the Heart of Europe“im Europäischen Parlament in Brüssel. Gemeinsam mit weiteren Initiativen aus den von der Flutkatastrophe 2021 betroffenen Regionen in Deutschland und Belgien haben wir an dieses einschneidende Ereignis erinnert – und gleichzeitig den Blick nach vorn gerichtet.

Ziel der Ausstellung war es, Aufmerksamkeit zu schaffen: für die Betroffenen, für den langen Weg des Wiederaufbaus, aber auch für die Lehren, die aus dem Erlebten gezogen werden müssen – insbesondere mit Blick auf Katastrophenschutz, Krisenkommunikation und Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.

Zur Ausstellungseröffnung sprachen unter anderem EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola sowie der für das Ahrtal zuständige EU-Abgeordnete Ralf Seekatz. Auch unser ehrenamtlicher Geschäftsführer Nick Falkner richtete sich in Brüssel mit einer persönlichen Rede an die Anwesenden: „Tausende Menschen beweisen bis heute, was in uns Europäern steckt. Zehntausende spüren aber auch, dass wir uns durch unsere eigenen Regeln lähmen und bei Weitem nicht alle Potenziale nutzen.“

In seiner Rede machte Nick deutlich, wie aus der anfänglichen privaten Initiative zur Sammlung und Koordinierung von Sachspenden innerhalb kürzester Zeit eine starke Gemeinschaft – und schließlich die Stiftung Ahrtal – entstand. Gleichzeitig wies er auf die strukturellen Defizite hin, die seit der Flut immer wieder zur Herausforderung werden: “Es war kein Versagen von Menschen, es war das Versagen von Strukturen”.

Er betonte, dass effiziente und gut abgestimmte Prozesse im Katastrophenschutz der wichtigste Hebel sind, um Europa künftig besser auf Krisen vorzubereiten – und dass es Mut braucht, Strukturen neu zu denken, damit das Engagement der Zivilgesellschaft wirken kann.

Wir danken dem Team Gedenken um Klaus Jansen herzlich für die Einladung und die monatelange Vorbereitung dieser wichtigen Ausstellung. Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es unter www.flut-juli21.eu

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