Am 12. Oktober 2026 wurden wir in Bonn mit dem erstmals verliehenen Europäischen Resilienz-Award ausgezeichnet. Der Preis würdigt das Engagement ziviler und landwirtschaftlicher Soforthelfer-Netzwerke in Krisensituationen.
Unser Gründer und ehrenamtlicher Geschäftsführer Nick Falkner nahm die Auszeichnung beim Abendempfang unter dem Motto „Resilienz braucht das WiR“ im Universitätsclub Bonn entgegen. Überreicht wurde der Award von Bonns Oberbürgermeister Guido Déus sowie Prof. Dr. Brigitte Petersen (EQAsce) und Prof. Dr. Martin Hamer (GIQS e. V.). Neben uns wurden drei weitere Soforthelfer-Netzwerke geehrt.
Die Auszeichnung ist eine Miniatur der Skulptur „HOPE“ des Bonner Künstlers Dennis Josef Meseg. Sie steht für Hoffnung und Zusammenhalt in Krisenzeiten und damit für Werte, die unsere Arbeit seit der Flutkatastrophe 2021 prägen.
Auch unsere Assistenz der Geschäftsführung, Madeleine Gräf, erhielt eine Auszeichnung. Sie wurde als eine von vier Frauen für ihr Engagement gewürdigt, das nicht immer im Vordergrund steht, aber einen wichtigen Beitrag zu Resilienz, Vorsorge und gesellschaftlichem Zusammenhalt leistet.
Die Preisverleihung war Teil einer dreitägigen Veranstaltung vom 11. bis 13. Oktober, an der wir uns aktiv beteiligten. Beim 24-Stunden-Makeathon im DigitalHUB Bonn brachten Nick Falkner und Julius Knieps unsere Erfahrungen aus der Fluthilfe ein. Gemeinsam wurde daran gearbeitet, wie Sachspenden, freiwillige Helfer und konkrete Hilfsanfragen künftig schneller zusammengebracht werden können, beispielsweise durch eine KI-gestützte digitale Vermittlungsbörse.
Den Abschluss bildete am 13. Oktober ein Dialogforum im Haus der Evangelischen Kirche in Bonn. Gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Bundeswehr und Bevölkerungsschutz wurden zentrale Herausforderungen der Krisenvorsorge diskutiert. Im Mittelpunkt standen die Stromversorgung, die schnelle Erstellung eines Lagebildes und die Handlungskompetenz in Krisensituationen.
Eine zentrale Erkenntnis: Wirksame Krisenvorsorge braucht Verantwortung, Vertrauen und starke Netzwerke, die bereits vor einer Krise bestehen.
Für uns ist die Auszeichnung eine besondere Anerkennung unseres Engagements seit der Flutkatastrophe 2021. Wir bedanken uns herzlich bei den Veranstaltern sowie bei allen Ehrenamtlichen und Unterstützern, die unsere Arbeit möglich machen.